Sonntag, 5. Oktober 2008

Bolivien: Salares und das Aliplano


Also erstmal vorweg: In Bolivien herscht KEIN Buergerkrieg. Und auch buergerkriegsaehnliche Zusaende sind krass uebertrieben. Im Westen, im den wir waren, hat man absolut gar nichts gemerkt. Im Osten gab s bei Strassensperren einige Ausschreitungen - das ist allerdings schon wieder passe und es wird verhandelt...Und wie man sieht sind die Soldaten auch so nett fuer mein Foto zu posieren ;-)

Aber nun zum Wesentlichen: Ich kann gar nicht beschreiben wie unglaublich schoen Bolivien ist, oder zumindest der Teil den wir gesehen haben. Wenn ich hier ein GB Fotos posten koennte, kaeme es doch immer noch nicht raus. Wir sind drei Tage mit dem Jeep durch's Altiplano gefahren und haben uns Lagunen, Flamingos (sehr schreckhafte Tiere ;o), Alpacas, Lamas und Pequnias, Berge, Kakteen (kleines Maedchen - grosser Kaktus) und Salzseen im Ueberfluss angesehen. Motto "Ich glaub ich hab noch gar kein Bild aus der Perspektive...". Und unser Fahrer "Sichard" (mit R, aber das konnte er nicht aussprechen) hat uns die ganze Zeit mit erstklassiger bolivianischer Schlagermusik unterhalten. Was Anfangs noch nervig war wurde schnell zum Gassenhauer. Felix und ich haben uns in Uyuni am Ende der Tour erstmal die CD gekauft. Manches ist eben auch so scheisse, dass es einfach toll ist :o Ein echtes Souvenier also, kommt garantiert auf meinen IPod....


Geschlafen haben wir unter einfachen Bedingungen, aber laengst nicht so schlimm, wie manche Leute uns vorher gesagt hatten. Telefon und Internet gab es nicht im Umkreis vieler vieler Kilometer. Also ein extrem entspannender Trip, trozt des fruehen Aufstehens. Man hatten ja im Gegenzug ab 19-20Uhr nichts mehr zu tun und Strom ist auch so ein Luxusgut... Dafuer haben wir eine Nacht auch in einem Refugio geschlafen, dass komplett aus Salz gebaut war. Diese Tour war auf jeden Fall echt einmalig und ich bin total froh, dass ich sie trotz der negativen Bolivien Presse gemacht habe. Wer mag kann sich dann im November ganz ganz viele tolle Bilder anschauen. Oder am Besten selbst hinfahren.

Unsere Tour endete am Mittwoch (01.10) in Uyuni, der ersten wirklichen Stadt (das Klein- sollte man aber nicht als Vorsilbe ignorieren) in Bolivien. Erstmal ein bisschen geshoppt, bin jetzt stolze Besitzerin eines Alpacapullovers (so schoen weiche Wolle) und dann ging es abends mit dem Bus weiter nach La Paz. Denn das Ziel lautet ja Machu Picchu, und das so schnell wie moeglich, denn Felix hat nur 10 Tage Zeit. Motto: "Weiter, immer weiter", gell Marcel ;o

So, und zum Schluss dann noch eine Referenz an die Busfahrt from Hell, ein etwas weniger positives Bolivienerlebnis: Mir hatten bereits viele Leute gesagt, dass die Busse in Bolivien zu wuenschen uebrig lassen, aber das ging eigentlich. Das wirklich krasse Erlebnis war die Strasse - oder das was man dafuer halten sollte. Ohne Mist, das war die reinste Karusselfahrt. Man wurde sowas von durchgeschuettelt, dass laesst sich einfach nicht beschreiben. Alle Sachen im Bus waren nachher an ganz anderen stellen als vorher (sehr lustig anzusehen wie wir alle umherkrochen um das Zeug zu suchen) und ich brauchte echt zwei Reisetabletten. Aber lustig war's ja irgendwie schon ;o

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