Donnerstag, 9. Oktober 2008

Puno: Islas Uros y Taquile

Dienstag abend nahm ich den Bus von Cusco nach Puno. Nach einer recht schlaflosen Nacht im Kühlschrank (wie gross, Califaction - ha - Eisblumen an den Scheiben sag ich da) kam ich morgens um 6Uhr mit einer Stunde Verspätung in Puno an. Da ich für eben diese Zeit mit Annette und Rachema, zwei neuen amerikanischen Bekannten aus Cusco, am Hafen verabredet war konnte ich nur noch schnell in ein Taxi springen und schon ging der Tag los. Die beiden waren schon einen Tag früher nach Puno gefahren und Mittwoch morgen wollten wir dann gemeinsam zu den Inseln Uros und Taquila fahren. Überraschenderweise hat im Zeitalter der mobilen Kommunikation das ganze trozt meiner Verspätung und fehlernder Mobiltelefone alles super geklappt. Mal wieder fällt mir auf, dass das Leben auch ohne einige, von mir sonst als Essentials betrachtete Dinge, sehr gut funktioniert. Aber weiter:

Nachdem wir ein Boot gefunden hatten ging die Reise auf dem Lago Titicaca los. Zuerst zu den Inseln der Uros. Das besondere an diesen 40 winzigen Inslen ist, dass sie alle künstlich sind und bereits in der präinka Zeit gebaut wurden. Die Uros nehmen dazu Schilf und schon haben sie eine neue Insel. Sehr spannend, aber leider auch ein bisschen zu touristisch das ganze. Danach schipperten wir nochmal 2h zu der Insel Taquila, die ürbrigens bekannt ist für die strickenden Männer. Die andereren Leute auf unserem Boot sind dann wieder zurück, wir allerdings sind noch über nacht geblieben. Sehr lustig, sobald die Touristen weg sind sieht man dann auch die Kinder mit iPod und die traditionellen Tragetücher verschwinden in Rucksäcken ;o Tortzdem ist die Insel noch sehr ursprünglich, es gibt nur wenig Lampenlicht und wenn's Dunkel (und aufgrund der 4000 Höhenmeter auch fies kalt) wird krabbelt man eben unter die Bettdecke. Ein echtes Abenteuer hingegen war die Rückfahrt. Annette und Rachema wollten einen frühen Bus nach Cusco nehmen und unser Tourboot wäre erst spät gefahren. Also sind wir (ich mit meinem riesen Rucksack) einmal quer über die Insel maschiert (ja, es ging auch gut bergauf bevor es dann wieder 500 Stufen runter zum Hafen ging) und haben versucht auf ein anderes Boot zu kommen. Leider war das von wenig Erfolg gekrönt bis ich ein junges Holländisch-Indisches Paar aus London auf einem Charterboot gefunden habe. Die hatten schon abgelegt und die peruanische Crew war nicht so begeistert, aber sie sind dann nochmal umgedreht und haben uns mitgenommen. Per Anhalter fahren soll ich ja eigentlich nicht, aber ein Boot ist ja auch kein Auto, oder Mama?

Jetzt verbringe ich noch den heutigen Abend und morgigen Tag in Puno und dann geht's in einem Bus weiter nach Nasca, zu den Geoglythen. Danach fahre ich dann nach Lima und am Montag habe ich einen Flug von Lima nach Caracas. Ja und dann, dann bin ich schon fast wieder zu Hause. Am 25. Oktober geht mein Flieger von Caracas aus, am 26.10 komme ich in FFM an. Ich muss sagen, sogern ich auch weiter reisen würde, so langsam freue ich mich. Vor allem hat das mit dem Expressreisen so einen ganz grossen Nachteil. Sobald ich mal einen Tag nicht 23.5h beschäftigt bin (so wie heute nachmittag), langweile ich mich gleich exorbitant doll. Ich hoffe, das legt sich, wenn ich mal wieder mehr als ein oder zwei Nächte am selben Ort schlafe.

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