Mittwoch, 15. Oktober 2008

Von Lima nach Caracas....ein schwieriges Unterfangen

Ja, also, ich habe ja bereits ein paar weniger schoene Sachen ueber Caracas gehoert und bin wirklich froh, dass mich hier AIESECer in Empfang nehmen. Aber das es letztendlich so schwierig sein wuerde herzukommen, dass war mir wirklich nicht bewusst. Im Hostel wurde ich informiert, dass man 3h vor Abflug am Flughafen sein soll, einen Rat den ich beinahe gaenzlich ignoriert und dann zum Glueck doch noch beherzigt habe. Denn kaum stand ich am Ticketschalter von LAN Peru zerbrach meine kleine heile Welt auch schon in tausend Scherben. Denn neben meinem Ticket wollte die Dame eben auch meine Einladung aus Venezuela haben - Einladung?! Hmmm, denke ich mir, gar nicht dumm, frage ich eben einen der AIESECer ob sie mir schnell eine Email mit einer Einladung schicken koennen. Schade nur, dass diese Einladung von einem Familienangehoerigen sein muss...ja, wie ihr euch denken koennt habe ich einen gewissen Engpass an venezuelanischen Familienangehoerigen. Sonst kann sie mich leider nicht in den Flieger lassen!!!! Waaasssss?????? Schon durchaus ein bisschen nervoes (den schliesslich geht mein Flug nach Frankfurt nunmal von Caracas aus) frage ich die freundliche Dame, der das natuerlich auch alles furchtbar leid tut, ob es nicht auch eine andere Loesung gibt. Und, lucky me, die gibt's. Puh. Man braucht eine Hotelreservierung. Haeh?! Wie bitte, aber ich uebernachte doch bei Bekannten, kann ich nicht einfach deren Adresse angeben? Offensichtlich nicht. Also schickt die Dame mich in ein Internetcafe, ich reserviere ein Hotel in das ich nie gehen werde und komme zurueck zum Schalter. Und was dann, sie erzaehlt mir, ich soll doch bitte zur Krankenschwester gehen. Wie bitte???? Ja, das war der Moment indem ich aufgehoert habe vertrauen in meine Spanischkenntnisse zu haben, und die Dame von LAN gebeten habe, Englisch zu sprechen. Nicht dass das alsbald fuer mehr Klarheit gesorgt haette....nach einer Weile konnte ich jedoch herausfinden, dass sie nur eine Gelbfieberimpfbescheinigung brauchte. Na, Kleinigkeit, ich kann noch Cholara, Typhus, Tollwutt und Co drauflegen. Nach diesem ganzen Durcheinander war ich also mehr als froh, dass ich in den Flieger durfte - und das ich brav war und tatsaechlich 3h frueher am Flughafen war....

Uebrigens, wer glaubt die Formalitaeten in Caracas selbt waeren stressig gewesen, der irrt gewaltig. Der freundliche Grenzbeamte stempelte meinen Pass und wuenschte mir einen schoenen Tag. Ach, und meine Hotelreservierung oder die Impfbescheinigung? Nein, die haben ihn wirklich nicht im geringsten interessiert....

Also, schon alles mehr als merkwuerdig. Im Flughafen wurde ich dann von 2 AIESECern in Empfang genommen, die extra fast 4h gefahren sind. Krass, aber wirklich sehr nett. Mein erster Eindruck von Caracas ist auch mehr als positiv. Also dafuer, dass es die gefaerhlichste Stadt Suedamerikas, und die zweitgefaehrlichste Stadt der Welt (nur noch geschlagen von Bagdad, aber die haben mit dem Krieg ja auch einen unfairen Vorteil...) sein soll, praesentiert sie sich mir mehr als gut. Ich wohne hier aber auch in einem sehr guten Viertel bei der Vorsitzenden von AIESEC in Venezuela, mitten auf einem Berg mit Blick runter auf die Stadt. Sehr huebsch. Generell ist mir uebrigens was recht interessantes aufgefallen: Ich glaube ich war noch nie in einer Stadt, die mich so sehr an die USA erinnert hat. Die Skyline, die Haeuser, die Kuehlschraenke, der Food Court in der Uni (inkl. Domino's Pizza und Co.), selbst die Bilder die hier im Haus stehen sehen eins zu eins aus wie die Kaminbilder in mittleren Westen. Wirklich krass, ob das wohl jemandem bewusst ist???
Und im naechsten Eintrag: Studentenproteste und mein Alltag in Caracas.

Lima oder doch nur Miraflores?

Mal wieder in einer Hauptstadt. Nach allem was mir Leute unterwegs erzaehlt haben, dachte ich wirklich, die Stadt sei dreckig, haesslich und nicht wirklich modern. Und was muss ich mich korriegieren....also gut, ich war in Miraflores, einem Stadtteil von Lima, der genausogut zu London gehoeren koennte. Aber das war schon krass, super modern, gleich 2 Starbucks um die Ecke (jipie, endlich mal wieder tollen Kaffee) und der groesste Mc Donald's den ich je gesehen habe. Von daher, von Lima kann ich nicht wirklich was erzaehlen, aber dafuer war Miraflores wirklich cool. Ich bin Samstag abends angekommen und gleich mal auf Freundefinder-Tour gegangen. Habe in der Bar im Hostel auch gleich ein paar nette Leute kennengelernt und so sind wir dann ein bisschen spaeter gemeinsam in einen Club gezogen. Und jetzt kann ich es endlich sagen, ich habe Korruption erlebt! Die Schlange vorm Club war naemlich echt lang, aber einer der Jungs kannte den Tuersteher vom letzten Mal, und so hiess es nur "propiname" und 2 Soles pro Nase spaeter waren wir dann auch drin. Ok, dabei handelt es sich umgerechnet um 25 cent, aber immerhin, mein erster bribe :-) Der Abend wurde land, die Nacht kurz und daher war auch nur der naechste Tag nur zur Haelfte nutzbar. Aber fuer einen weiteren Starbucksbesuch hat's gereicht :-) Trotz weniger schoenem Wetter habe ich mir in der zweiten Tageshaelfte noch die Stadt angeschaut, war am Strand, in der Mal und habe einfach mal wieder das Grossstadtleben genossen. Egal wie sehr mir die Natur auch gefaellt, ich bleibe eben doch ein Citygirl ;o

Nasca und die Geoglythen

Also, dass nenne ich mal eine Mittagspause. Nach 16h im Bus von Puno auf dem Weg nach Lima bin ich in Nasca aus dem Bus gehuepft, habe mich zum Flughafen fahren lassen und habe anschliessend eine kleine Cessna geboardet um ueber die Nasca Lines (die Geoglythen) zu fliegen. Das spannende an denen ist eigentlich mal wieder, dass man mal wieder nur sehr wenig darueber weiss. Die Nasca Lines stammen von einer Prae-Inka Kultur und bilden verschiedene Tiere und geometrische Formen ab. Sie sind zum Teil ueber hundert Meter lang und auch nur aus der Luft wirklich gut zu sehen. Man weiss nicht so wirklich was diese Wuestensandkunstwerke sollen, aber einige geben sher akurat den Verlauf der Sonne wider, andere markieren Wasserverlaeufe. So ganz wird man das Raetsel wo nie loesen, aber auf jeden Fall sind sie huebsch anzusehen. Und wenn das nicht mal ein netter kleiner Ausflug in der Mittagspause war....

Danach bin ich zurueck zum Busterminal und keine 3h nachdem ich meinen ersten Bus verlassen hatte, sass ich auch schon wieder im naechsten Richtung Lima. Puh, diesmal nur 7.30h :-)

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Puno: Islas Uros y Taquile

Dienstag abend nahm ich den Bus von Cusco nach Puno. Nach einer recht schlaflosen Nacht im Kühlschrank (wie gross, Califaction - ha - Eisblumen an den Scheiben sag ich da) kam ich morgens um 6Uhr mit einer Stunde Verspätung in Puno an. Da ich für eben diese Zeit mit Annette und Rachema, zwei neuen amerikanischen Bekannten aus Cusco, am Hafen verabredet war konnte ich nur noch schnell in ein Taxi springen und schon ging der Tag los. Die beiden waren schon einen Tag früher nach Puno gefahren und Mittwoch morgen wollten wir dann gemeinsam zu den Inseln Uros und Taquila fahren. Überraschenderweise hat im Zeitalter der mobilen Kommunikation das ganze trozt meiner Verspätung und fehlernder Mobiltelefone alles super geklappt. Mal wieder fällt mir auf, dass das Leben auch ohne einige, von mir sonst als Essentials betrachtete Dinge, sehr gut funktioniert. Aber weiter:

Nachdem wir ein Boot gefunden hatten ging die Reise auf dem Lago Titicaca los. Zuerst zu den Inseln der Uros. Das besondere an diesen 40 winzigen Inslen ist, dass sie alle künstlich sind und bereits in der präinka Zeit gebaut wurden. Die Uros nehmen dazu Schilf und schon haben sie eine neue Insel. Sehr spannend, aber leider auch ein bisschen zu touristisch das ganze. Danach schipperten wir nochmal 2h zu der Insel Taquila, die ürbrigens bekannt ist für die strickenden Männer. Die andereren Leute auf unserem Boot sind dann wieder zurück, wir allerdings sind noch über nacht geblieben. Sehr lustig, sobald die Touristen weg sind sieht man dann auch die Kinder mit iPod und die traditionellen Tragetücher verschwinden in Rucksäcken ;o Tortzdem ist die Insel noch sehr ursprünglich, es gibt nur wenig Lampenlicht und wenn's Dunkel (und aufgrund der 4000 Höhenmeter auch fies kalt) wird krabbelt man eben unter die Bettdecke. Ein echtes Abenteuer hingegen war die Rückfahrt. Annette und Rachema wollten einen frühen Bus nach Cusco nehmen und unser Tourboot wäre erst spät gefahren. Also sind wir (ich mit meinem riesen Rucksack) einmal quer über die Insel maschiert (ja, es ging auch gut bergauf bevor es dann wieder 500 Stufen runter zum Hafen ging) und haben versucht auf ein anderes Boot zu kommen. Leider war das von wenig Erfolg gekrönt bis ich ein junges Holländisch-Indisches Paar aus London auf einem Charterboot gefunden habe. Die hatten schon abgelegt und die peruanische Crew war nicht so begeistert, aber sie sind dann nochmal umgedreht und haben uns mitgenommen. Per Anhalter fahren soll ich ja eigentlich nicht, aber ein Boot ist ja auch kein Auto, oder Mama?

Jetzt verbringe ich noch den heutigen Abend und morgigen Tag in Puno und dann geht's in einem Bus weiter nach Nasca, zu den Geoglythen. Danach fahre ich dann nach Lima und am Montag habe ich einen Flug von Lima nach Caracas. Ja und dann, dann bin ich schon fast wieder zu Hause. Am 25. Oktober geht mein Flieger von Caracas aus, am 26.10 komme ich in FFM an. Ich muss sagen, sogern ich auch weiter reisen würde, so langsam freue ich mich. Vor allem hat das mit dem Expressreisen so einen ganz grossen Nachteil. Sobald ich mal einen Tag nicht 23.5h beschäftigt bin (so wie heute nachmittag), langweile ich mich gleich exorbitant doll. Ich hoffe, das legt sich, wenn ich mal wieder mehr als ein oder zwei Nächte am selben Ort schlafe.

Montag, 6. Oktober 2008

Peru: Cusco und Machu Picchu

Von der Haupstadt Boliviens, La Paz, ist man relativ fix in Peru - und nur 12h dauert es bis zum "Nabel der Welt" - der alten Inkahauptstadt Cusco. Hier gibt es ueberall Ruinen und die Mischung aus kolonialem Stil der spanischen Eroberer und der alten Inkaarchitektur machen die Stadt super spannend. Aber dazu spaeter mehr. Denn wir haben uns gar nicht lange hier aufgehalten, sondern sind direkt am naechsten Tag mit dem Collectivo nach Ollaytambo im Heiligen Tal gefahren und haben von da aus den Zug nach Aguas Calliente genommen, dem Tourineppdorf am Fusse des Machu Picchu.

Machu Picchu ist wirkich ein echtes Weltwunder, allein schon wie die Inkas da staendig hoch und runter gewandert sind ist wunderlich, ganz zu schweigen wie sie die ganzen Steine da raufbekommen haben... Die faulen Touristen nehmen von Aguas Calliente den Bus und fahren hoch, doch das war uns einfach zu einfach. Also sind wir mal wieder um 3.30Uhr aufgestanden (langsam wird das zu meiner normalen Zeit) und sind um kurz nach vier losmaschiert. Long Story short: Bis zum Machu Picchu sind es 1750 Inkastufen (und egal wie toll die Leutchen bauen konnten, regelmaessige Stufen waren nicht grade ihre Staerke). Fuer die Wegstrecke haben wir etwa anderthalb Stunden gebraucht, aber mir ist ja sowas von klar warum die Spanier die Incastadt nie entdeckt haben - "Francisco, lass uns umdrehen, da kommt nichts mehr..." Aber trotz der nicht zu bestreitenden Anstrengung da hoch zu kraxeln wird man eben auch mit einer wirklich beeindruckenden Atmosphaere belohnt. Wenn man in den fruehen Morgenstunden durch den Regenwald marschiert kann man sich schon so richtig in die Zeit der Inkas hineinversetzen. Und der Ausblick ist eben auch magisch.

Eine kleine Statistik des Tages: Inklusive des Erklimmen des Berges Waynapicchu mit krasser Aussicht auf die Inkastadt sind wir in den 14h Trip ca. 10h, haben 1km Hoehenmeter ueberwunden, ebenso wie ca. 12000 (!) Inkastufen - und am Waynapicchu gab es welche die einen halben Meter hoch waren. Hinweisschild unten am Eingang: This path is only for the fit and the healthy. Und: Obese people might get stuck in the cave :o (kurz vor dem Gifel muss man durch eine keine kleine Enge Hoehle krabbeln). Auch lustig ist, das unten in den Ruinen x Aufpasser rumlaufen, so dass man sich ja nicht auf eine der Mauern setzen kann. Oben auf dem Waynapicchu gibt es hingegen weder Personal noch Begrenzungen. Bis zur Spitze (uebrigens mit 2650m der Zugspitze nicht unaehnlich) ist dass schon ein krasser Weg, da musste ich zwischendurch schon mal die eine oder andere Fotoalibipause einlegen und die Aussicht geniesen ;-) Dafuer sitzt man am Ende der Odysse wirklich auf der Spitze - nicht auf so einem langweiligen Platau, sondern auf dem einen hoechsten Punkt des Berges. Stressiger als rauf ist danach eigentlich nur wieder runter zu kommen. Wenn man da so auf den winzigen Stufen balanciert und in den Abgrund schaut kann man schon mal ein klein wenig Hoehenangst entwickeln (wobei ist das eigentlich Hoehenangst wenn man berechtigterweise Angst um sein Leben hat?). Was fuer ein Tag und was fuer ein Sportprogramm. Muss ich noch erwaehnen, das mir nun die Beine doch ein wenig schwer sind und ich am Abend auch ein wenig erschoepft war?! Und dann geht der Zug zurueck nach Ollaytambo auch noch um 5.30Uhr, diesmal also erst um 4.30Uhr aufstehen, yipie. Aber Machu Picchu ist all das definitiv mehr als wert. Eine ganz grosse Sache, diese alte Inkastadt, versteckt in den Anden.


Sonntag, 5. Oktober 2008

Bolivien: Salares und das Aliplano


Also erstmal vorweg: In Bolivien herscht KEIN Buergerkrieg. Und auch buergerkriegsaehnliche Zusaende sind krass uebertrieben. Im Westen, im den wir waren, hat man absolut gar nichts gemerkt. Im Osten gab s bei Strassensperren einige Ausschreitungen - das ist allerdings schon wieder passe und es wird verhandelt...Und wie man sieht sind die Soldaten auch so nett fuer mein Foto zu posieren ;-)

Aber nun zum Wesentlichen: Ich kann gar nicht beschreiben wie unglaublich schoen Bolivien ist, oder zumindest der Teil den wir gesehen haben. Wenn ich hier ein GB Fotos posten koennte, kaeme es doch immer noch nicht raus. Wir sind drei Tage mit dem Jeep durch's Altiplano gefahren und haben uns Lagunen, Flamingos (sehr schreckhafte Tiere ;o), Alpacas, Lamas und Pequnias, Berge, Kakteen (kleines Maedchen - grosser Kaktus) und Salzseen im Ueberfluss angesehen. Motto "Ich glaub ich hab noch gar kein Bild aus der Perspektive...". Und unser Fahrer "Sichard" (mit R, aber das konnte er nicht aussprechen) hat uns die ganze Zeit mit erstklassiger bolivianischer Schlagermusik unterhalten. Was Anfangs noch nervig war wurde schnell zum Gassenhauer. Felix und ich haben uns in Uyuni am Ende der Tour erstmal die CD gekauft. Manches ist eben auch so scheisse, dass es einfach toll ist :o Ein echtes Souvenier also, kommt garantiert auf meinen IPod....


Geschlafen haben wir unter einfachen Bedingungen, aber laengst nicht so schlimm, wie manche Leute uns vorher gesagt hatten. Telefon und Internet gab es nicht im Umkreis vieler vieler Kilometer. Also ein extrem entspannender Trip, trozt des fruehen Aufstehens. Man hatten ja im Gegenzug ab 19-20Uhr nichts mehr zu tun und Strom ist auch so ein Luxusgut... Dafuer haben wir eine Nacht auch in einem Refugio geschlafen, dass komplett aus Salz gebaut war. Diese Tour war auf jeden Fall echt einmalig und ich bin total froh, dass ich sie trotz der negativen Bolivien Presse gemacht habe. Wer mag kann sich dann im November ganz ganz viele tolle Bilder anschauen. Oder am Besten selbst hinfahren.

Unsere Tour endete am Mittwoch (01.10) in Uyuni, der ersten wirklichen Stadt (das Klein- sollte man aber nicht als Vorsilbe ignorieren) in Bolivien. Erstmal ein bisschen geshoppt, bin jetzt stolze Besitzerin eines Alpacapullovers (so schoen weiche Wolle) und dann ging es abends mit dem Bus weiter nach La Paz. Denn das Ziel lautet ja Machu Picchu, und das so schnell wie moeglich, denn Felix hat nur 10 Tage Zeit. Motto: "Weiter, immer weiter", gell Marcel ;o

So, und zum Schluss dann noch eine Referenz an die Busfahrt from Hell, ein etwas weniger positives Bolivienerlebnis: Mir hatten bereits viele Leute gesagt, dass die Busse in Bolivien zu wuenschen uebrig lassen, aber das ging eigentlich. Das wirklich krasse Erlebnis war die Strasse - oder das was man dafuer halten sollte. Ohne Mist, das war die reinste Karusselfahrt. Man wurde sowas von durchgeschuettelt, dass laesst sich einfach nicht beschreiben. Alle Sachen im Bus waren nachher an ganz anderen stellen als vorher (sehr lustig anzusehen wie wir alle umherkrochen um das Zeug zu suchen) und ich brauchte echt zwei Reisetabletten. Aber lustig war's ja irgendwie schon ;o

San Pedro del Atacama...oder 24h und man steht in der Wueste

Von Santiago aus haben Felix und ich uns am Freitag (26.09 - ja ich bin hinterher mit dem Bloggen) auf den Weg gemacht in den hohen Norden Chiles. 24h Busfahrt und man befindet sich mitten in der Wueste - allerdings ist die Region um Atacama auch einfach unglaublich beeindruckend. Wir haben Ausfluege ins Valle de la Luna und zu den Gysiren gemacht (grossartig, um 3.30Uhr aufstehen, Temperaturen von -10Grad und dann in den heissen Quellen baden) und ich habe mein grosses Koennen als Sandboarder entdeckt :-) Bei den Touren musste allerdings auf 4300m feststellen, dass mir die Hoehe gar nicht gut bekommt. Aber da muss ich wohl durch, hoffentlich wird's noch besser - zumindest hoffe ich das, denn ab Montag machen wir eine 3-taegige Tour durch das Altiplano in Bolivien, unter anderem rauf bis auf 4900m...

Freitag, 26. September 2008

Santiago de Chile: 321km in 9h

Während Mendoza 1031km von Buenos Aires entfernt liegt sind es in die chilienische Haupstadt Santiago grade mal 380km. Aber zu früh gefreut wer meint, dass sich die Distanz in rund 4h bewältigen lässt, denn zum einen stehen diese dummen Berge - von manchen auch Anden genannt - mitten im Weg und man muss sich durcharbeiten, und zum anderen befindet sich auf dem höchsten Punkt die Grenze - und da wartet man dann halt auch mal ne Stunde, denn wir erinnern uns: Obst ist böse, also wieder Gepäck durchleuchten etc. pro Bus brauchen die ne halbe Stunde. Dumm nur wenn vor einem schon 3 andere warten... Also kurzum, 9h nach meiner Abfahrt traf ich endlich in Santiago ein.

Felix hat mich bereits am Busbahnhof erwartet und seitdem gab es ein ausgewogenes Programm. Santiago ist mal wieder eine echte Großstadt, und der allgegenwärtige Smog ist nach all der Natur in Patagonien für ein Pottkind wie mich einfach ein Stück Heimat (nein, das im Hintergrund ist kein Nebel). Felix WG ist in Bellavista, dem Künstlerviertel mit vielen Studenten und den passenden Bars. Wir haben tolle Sachen gekocht, in der "Piojera" ein Erd- und ein Seebeben getrunken, die Uniparty mitgenommen (ich sag nur miercolespo) und natürlich das Sightseeing Programm absolviert. Nach der besagten Uniparty war der gestrige Tag zumindest für mich leider unverdient hart und grausam... naja, vielleicht nicht ganz unverdient, aber es ist ja auch nicht meine Schuld, dass ich erst die Beben zu mir nehmen musste und es erst danach mit dem Nationalgetränk, dem Pisco weiterging. Von daher musste ich's also nach gestern etwas ruhiger angehen lassen.

Mendoza: Wine & Bikes mit Mr. Hugo :)))

Ein viel zu kurzer Gastauftritt in Mendoza. Die beruehmte Weinstadt nahe der chilenischen Grenze hat mir wirklich gut gefallen. Ich waere gerne laenger als einen Tag geblieben. Aber so habe ich den Tag bestmoeglich genossen. Auf dem Programm stand Wine & Bikes mit Mr. Hugo. Im Hostel habe ich in Rekordzeit 7 Leute kennengelernt und zusammen sind wir raus in die Weinstrasse gefahren. Die Weintour lauft nach einem einfachen Konzept, man leiht sich ein Mountainbike und duest damit durch die Weinstrasse und alle ein, zwei Kilometer gibt es einen Stopp zur Weinprobe. Grosses Tennis, nur das gegen Ende das Radfahren immer schwieriger wurde :o Toll auch, die Schokofabrik, wo es dann Schocki mit wirklich leckerem Alkohol als Drink gab. Hmmmmm. Also, grossartiges Wetter, eine traumhafte Landschaft durch die wir radeln konnten und zum kroenenden Abschluss bei Mr. Hugo nochmal soviel Wein wie wir wollten....Lustige Runde und ein gelungener Tag, wuerdig den Abschluss meiner Zeit in Argentinien zu bilden.

Samstag, 20. September 2008

San Martin de los Andes...

...ein winziges verschlafenes Nest 200km nördlich von Bariloche, das auch am Ende der Ruta de los 7 Lagos liegt. Hierhin schaffen es nicht so viele Touristen wie in die südliche Nachbarstadt und darum ist hier einiges noch ein bisschen langsamer. Sehr schöne kleine Häuser, alles direkt an einem der Seen und umgeben von den Anden. Malerisch...ok, und ehrlich gesagt, lange würde ich's hier nicht aushalten. Aber ich bin immer noch total krank und um sich auszukurieren ist das hier der perfekte Ort ;-) Sehr gut zum Erholen, weil zwar wunderschön (und grade auch total warm, viele Leute sind tatsächlich im T-Shirt unterwegs obwohl immer noch Skisaison ist) aber eben auch ohne viel Trubel. Morgen fahre ich weiter nach Mendoza, meine letzte Station in Argentinien bevor ich mich durch die Anden wusel und nach Santiago de Chile komme. Ein letzter Bus, mal wieder die stets beliebten 18h aber das schockt nun auch nicht mehr. Da fällt mir ein, in Mendoza, der Stadt des guten Weins, muss ich unbedingt nochmal ein Steak essen :o LOL

Tour durch das Seengebiet

Habe mir ein Auto geliehen :)))))) Einen VW Gol, nein das "f" habe ich nicht vergessen, so heisst der wirklich. Brasilianische Produktion, die in Europa wohl gar nicht verkauft wird (was mich nicht wirklich wundert, denn der war brandneu und hatte nicht mal nen Fahrerairbag - auf der anderen Seite ist hier ja auch nicht wirklich was, wo man gegen fahren könnte...)

Auf jeden Fall war das ein super Tag. Abends habe ich mich doch entschlossen niemanden aus dem Hostel zu fragen ob sie mitkommen möchten, sondern lieber den Tag alleine zu bestreiten. Da hatte ich einfach Lust drauf und es hat sich als wirklich tolle Idee herausgestellt. Ich habe einen 460km Roadtrip hingelegt (ja, irgendwie zweifel ich auch an mir warum ich das nach der Monsterbusfahrt eigentlich unbedingt wollte) und dabei die berühmte und einmalig schöne Ruta de los 7 Lagos abgefahren. Berüchtigt ist die tolle Strasse jedoch gleichermassen, denn sie teilweise nicht betoniert. Also 70km Schotter-Schlamm-Ruckelpiste auf der ich auch nach einiger Eingewöhnung nicht wirklich schneller als 30 fahren konnte. Macht aber auch nichts, denn ich musste eh permanent anhalten zum Fotos schiessen :-) Als ich so durch die Gegend fuhr wurde mir auf einmal klar wie toll dieser Trip ist. Ich habe oft genug begeisterte oder auch besorgte Fragen beantwortet wie es ist alleine zu reisen. Aber da in meinem kleinen Gol wurde mir zum erstenmal so richtig bewusst wie toll es eigentlich ist. Da bin ich, mitten in Argentinien, und weil ich Lust drauf habe miete ich mir eben ein Auto und fahre durch eine der schönsten Ecken des Landes - einfach so. Der Sonnenschein, das Panorama und die Musik taten ihr übriges, also einfach ein perfekter Roadtrip :))))))))

Aber zu jedem hoch gehört eben auch ein tief. Und das kam direkt am nächsten Tag. Nach einer extrem kurzen Nacht (bin noch mit Leuten aus dem Hostel ausgegangen und wenn man erst nach eins losgeht kann man ja schlecht vor 5.30Uhr wieder zurück sein, gell) musste ich gegen 9Uhr den Wagen zurückgeben. Da traf mich dann leider auch der Schlag, denn über Nacht hatten Einbrecher die Scheibe eingeschlagen und (zum Glück erfolglos) versucht das Radio zu stehlen. So ein Schlamassel. Die Versicherung der Autovermietung hat eine Selbstbeteiligung von 200€, der Schaden belief sich aber nur auf 40€ (ein Glück das Radio und Fenster reparieren lassen hier soviel günstiger ist als bei uns). Aber noch total verpennt und halb betrunken zur Polizei zu gehen und Anzeige zu erstatten ist alles andere als witzig. Und das hier in so einem Nest....ich glaub's ja nicht. Da die Polizei noch Fotos wollte (wohlgemerkt ausgedruckte und nicht digitale) hat sich die Nummer den gesamten Vormittag hingezogen. Ich hoffe sehr, dass das mein erster und letzter Besuch einer Polizeistation hier in Südamerika war. Naja, wer so frei und unabhängig ist alleine durch die Gegend zu fahren muss sich dann wohl auch um so einen Mist kümmern können. Was soll's, abgehackt, das soll mir nicht den vorherigen Spass verderben.

Bariloche und der Trip der niemals enden wollte...

Man war das eine Fahrt: Morgens um 4Uhr (genau 26h nach meiner Ankunft) ging der Bus von El Calafate nach Bariloche. Aber es wäre ja auch zu schön wenn man den direkten Weg hätte nehmen können. Dummerweise ist die Verbindung zwischen El Calafate (in der Karte nicht eingezeichnet aber direkt unten rechts in der Ecke unweit der chilenischen Grenze) und Bariloche im Winter gesperrt. Also in den tollen Bus zurück zu meinem alten Bekannten, dem Transitpunkt in Rio Gallegos, dann warten umsteigen in einen anderen Bus und 12h am Atlantik entlang hoch nach Commodoro Rivadaria. Da konnte ich zum Glück mein Ticket gegen einen frühreren Bus umtauschen und so ging's dann schnell weiter nach Bariloche, nochmal 13h. Die Busse hier im Süden sind aus unerklärlichen Gründen auch noch wesentlich schlechter als ihre nordischen Nachbarn, und so gab's bei den 12h tagsüber nicht mal irgendwas zu essen in der Semi Cama (und das Ding so zu nennen ist eigentlich auch ein Scherz). Was mich allerdings grade bei der Fahrt tagsüber erst verzückt und dann verrückt gemacht hat, war die Landschaft. Wunderschön, aber da ist NICHTS. Wirklich NICHTS. Ich habe hier ein Beweisfoto, so sah das die GESAMTE Zeit aus. Irgendwann bekommt man fast Panikattaken weil weit und breit einfach nichts ist, die Strassen sind ruckelig, man viel raus in die Zivilisation aber man kann den Bus ja nicht verlassen weil da einfach NICHTS ist. Also, ich muss sagen irgendwann zwischendrin hat mich das schon irgendwie gestresst. Das muss wohl irgendeine neue Form der Reisekrankheit sein... Wie man übrigens auf der obigen Karte sehen kann ist es mir tatsächlich gelungen in der kurzen Zeit durch den gesamten südlichen Zipfel zu reisen...würde ich's weiterempfehlen? Ich glaube nicht. Schon echt verdammt viel Zeit in Bussen und durch die ganzen Nächte die zusammengestuzt bzw. direkt im Bus verbracht wurden hat mein Immunsystem gelitten und nun hab ich den Salat: Dicke Erkältung!

El Calafate: Martini on the rocks?

El Calafate ist ein kleiner Ort der eigentlich nur auf der Landkarte zu finden ist, weil er den einzigen "sich bewegenden" Gletscher der Welt beherbergt. Mit anderen Worten: Da schwimmt eine Menge Eis auf einem See... Aber das ganze anzuschauen war auf jedenfall hübsch, die Reise dorthin jedoch eher ein Erlebnis. Mit dem Bus aus Ushuaia morgens um 5Uhr ging's los. Habe mich die ganze Zeit gefragt warum die relativ kurze Strecke zum Transitpunkt Rio Gallegos auf dem Festland ganze 13h dauert. Nun jedenfalls weiss ich die Antwort. Und nein, es ist nicht die Fähre die für diese Verzögerung verantwortlich ist (Feuerland ist der Teil der vom Kontinent abgebrochen ist und daher hindert eine Menge Wasser den Bus an der Weiterfahrt). Vielmehr mag es daran liegen, dass Argentinien und Chile ein etwas merkwürdiges Verhältnis zu einander haben. Um von Ushuaia aus zur Fähre zu gelagen mussten wir einmal nach Chile rein und dementsprechend aus Argentinien raus und das ganze im Anschluss in umgekehrter Reihenfolge noch einmal. Nun mag der moderne Europäer an Abkommen wie Schengen denken wenn man bedenkt wie viele Busse da täglich hin und her düsen, doch wieder weit gefehlt. Der Spass war erstmal unsäglich viel Zeug im Bus ausfüllen, dreimal unterschreiben das man kein böses Obst im Gepäck hat und dann wie folgt: Grenze Argentininien, alle raus, Passkontrolle, stempel wieder in den Bus rein (der inzwischen ebenfalls nach Obst durchsucht wurde). Dann haben sie's sich anders überlegt also alle wieder raus, Gepäck entladen und zur Röntgenmaschine schleppen. Danach wieder alle rein. Weiter fahren bis zur Grenze in Chile, wieder alle raus, Passkontrolle, stempel, rein in den Bus. Und nach 2h nochmal der selbe Spass um aus Chile wieder rauszukommen und nach Argentinien wieder rein. Ai, was für ein ineffizienter Vorgang dachte ich mir da im Stillen....


Von Rio Gallegos waren es nochmal vier wunderbare Stunden im Bus bis El Calafate. Da ich nur für 26h da war bevor die richtige Horrorreise vom mehr als 30h kommen sollte, gab's ausser Eis nicht viel zu sehen. Übrigens, im Boot vorm Gletscher gab's die Drinks wirklich on the rocks, mit Eis, das sie aus dem Wasser gefischt haben :-)

Mittwoch, 17. September 2008

Ushuaia: Tierra del Fuego Parque National y Canal Beagle

Schon wieder das selbe Dilemma. Wie soll ich was schreiben, was man eigentlich einfach gesehen haben muss? Die Fotos werden dem ganzen auch nicht gerecht, aber zumindest kann ich einen kleinen Eindruck vermitteln. Von daher: Es gibt wieder viele Bilder :) PS: Wer freut sich eigentlich schon auf die x-hundert Gigabite Diashow im November ;o LOL.
Meine erste Observation aus der südlichsten Stadt der Welt (nach der nur noch die Antarktis folgt): Es ist noch Winter und trotzdem war's nicht annähernd so kalt wie alle behauptet haben. Es waren tagüber meistens 8-10 Grad, nachts 3Grad. Also, als Deutscher ist man's ja gewöhnt ;-) Das nette war im Vergleich zu den Tagen in Buenos Aires die so verdammt saukalt waren (5Grad), dass es hier trocken ist und kaum Luftfeuchtigkeit hat. Also, in summary, wirklich toll und sehr gut auszuhalten.
Im Parque National habe ich eine neue Erfahrung gemacht. Man kennt es ja, man geht in einen Nationalpark, lange Schlangen am Eingang, viele Menschen. Nun ja, lasst es mich so sagen: Kein Eingang, keine Schlage, keine Menschen! Ich bin 4h durch verschiedene Trails gehiked und bin in der gesamten Zeit drei anderen Menschen begegnet. Das war schon krass. Ich hab's aber nach Buenos Aires enorm genossen einfach mal absolute Ruhe in wunderschöner Landschaft zu erleben. Dennoch kam ich nicht umhin mich zu fragen was wäre wenn ich mir auf den teils herausfordernden Wegen nun ein Bein bräche. Denn es ist ja nicht so als hätte mein tolles neues argentinisches Handy dort auch nur den Anschein von Emfang gehabt... Naja, alles gut gegangen und eine wunderschöne erste Tageshälfte.


Canal Beagle:Da Zeit in meinem "Patagonien in 10 Tagen"-Trip wirklich knapp bemessen ist, habe ich die zweite Hälfte des Tages für einen Ausflug mit einem kleinen Boot genutzt. Ok, und der Fahrtwind, das war schon brrrr kalt. Aber es gab reichlich warme Getränke und die Landschaft hat's tausendmal entschädigt. Wir waren in einer kleinen Gruppe (nur 8 Leute) und die 3h waren extrem witzig. Ausserdem habe ich millionen von Cormorans gesehen und ganz viele Seelöwen (und Seelöwenbabies: Wie niiiiiiieeeeeedlich ;-) Also, alles im allen bereits an dieser Stelle ein toller Tag. Und dann bin ich zurück ins Hostel (was eigentlich mehr eine Gastfamilie ist in dem sonst nur Argentinier wohnen, die als Touristenguides in Ushuaia arbeiten) und wurde zu einem riesigen Assado (Barbeque) eingeladen. Tolle Stimmung, auch wenn mir das Lomo im Restaurant in BA besser geschmeckt hat. Ich habe auch fleissig den ganzen Abend Spansich gesprochen, zum Glück waren auch ein paar Leute dabei die mir von Zeit zur Zeit mal beim Dolmetschen helfen konnten. Aber ich habe mich auf jeden Fall gut geschlagen, die 10h Einzelunterricht in BA waren echt eine Investition. Wenn ich jetzt noch etwas fleissiger Verben pauken würde....LOL
So, dass war's aus Ushuaia. Um 5Uhr morgens geht der Bus nach Rio Gallegos und dort wird umgestiegen in den Bus nach El Calafate, zu einem riesigen Gletscher. Bin gespannt, auf ein neues, 18 stündige Busfahrten sind schon fast Routine :)

Freitag, 12. September 2008

Ushuaia - el fin del mundo

Ich bin am Ende der Welt! Argentinien ist ein grossartiges Land, nur 4h im Flieger von BA und schon ist man in der südlichsten Stadt der Welt, genannt "el fin del mundo". Da mein Flieger mal eben 1.5h zu spät war habe ich mir heute nachmittag nur die Stadt angesehen. Morgen geht's in den Parque Tierra del Fuego und nachmittags mit einem Boot in den Beagle Kanal. Aber auch aus der Stadt gibt es spektakuläre Bilder, die ich unbedingt mit euch teilen muss. Daher, heute lasse ich mal statt Worten nur die Bilder sprechen...







Donnerstag, 11. September 2008

Meine letzten Tage in Buenos Aires...

...sind sehr ruhig verlaufen (naja, wenn man mal von dem PubCrawl am Montag abend absieht, der durchaus als feucht froehlich bezeichnet werden kann). Ingo ist bereits vor 6 Tagen zurueck nach Deutschland geflogen, aber ich bin ja ein kommunikatives Maedchen und habe mich gleich mal mit ein paar Gueppchen im Hostel angefreundet. Habe mal wieder sehr nette Brasilianer kennengelernt und witzigerweise sind vor ein paar Tagen ein paar Leute aus dem CC des IC direkt bei mir ins Zimmer eingecheckt - ja die AIESEC Welt ist klein. Ansonsten habe ich mich von den Spaetfolgen dessen am Dienstag erholt und die ganze Woche brav Spanisch gepaukt. Ich bin jetzt einigermassen fit und kann die kommenden Busfahrten weiter zum Lernen nutzen. Morgen geht's los, mit dem Flieger nach Ushuaia, der suedlichsten Stadt der Welt mitten in Feuerland. Bin schon sehr gespannt, nach 12 Tagen Buenos Aires (die Stadt ist aber auch wirklich toll) mal wieder was neues zu sehen. Es folgen 10 Tage auf der Strasse in denen ich ganz Patagonien bereise bis hoch nach Mendoza und Santiago de Chile. Dummerweise ist die Routa 40 wegen des Winters gesperrt und ich kann noch viele extra Kilometer in Bussen sammeln. Die sollten mal die Bahnbonuspunkte einfuehren. Annika, ich haette dich dann wohl langsam eingeholt ;-)

Habe mir grade mal den Spass gemacht die km zusammen zu rechnen, die ich bisher und bis zum Ende des Patagonien-Trips angesammelt haben werde. Es folgt die Aufstellung:
Frankfurt - Sau Paulo 9667 km (Flug)
Sau Paulo - Rio de Janeiro 420 km
Rio de Janeiro - Porto Seguro 1135 km
Porto Seguro - Salvador de Bahia 722 km
Salvador - Sau Paulo 2277 km (Flug)
Sau Paulo - Foz do Iguaçú 1200 km
Foz do Iguaçú - Puerto Iguazú 10 km :-)
Puerto Iguazú - Buenos Aires 1234 km
Buenos Aires - Ushuaia 3190 km (Flug)
Ushuaia - Rio Gallegos (601) - El Calafate (316) = 917 km
El Calafate - (Rio Gallegos) (316) - Comodoro Rivadavia (750) - Bariloche (868) = 1934 km 36h mit UMSTEIGEN!!!! Falls ihr danach nichts mehr von mir hoert hatte ich wahrscheinlich einen Kreislaufkollaps.
Bariloche - Mendoza 1220 km
Mendoza - Santiago de Chile 341 km

Macht insgesamt:
9133 km im Bus
15.134 km im Flieger
Und eine Gesamtstrecke von 24.267 km

Ich glaube ich baue dann mal einen laufenden Kilometerzaehler in den Blog ein, ich finde die fast 10.000 km im Bus besonders beeindruckend. Man vergleiche das mit der Flugdistanz FFM und Sao Paulo und stelle fest: Sie sind beinahe identisch. Heisst: Wenn da nicht der Atlantik im Weg waere, waere ich inzwischen auch mit dem Bus hier angekommen :-) Grossartig! Und vor allem: Danach kommen ja nochmal echt einige dazu mit Chile, Bolivien, Peru und Venezuela...

So, ich geh jetzt packen und mache mich reisefertig fuer morgen frueh.
Bye bye aus Buenos Aires!!!!!!!!!!!!

Donnerstag, 4. September 2008

Buenos Aires III: Und noch so ein Tag

Eigentlich sollte es heute doch ganz ruhig verlaufen... Der Plan war bis nachmittags zu schlafen und dann ein paar Sachen zu erledigen. Dummerweise kam gegen 11.30 jemand an mein Bett und fragte ob ich Mark wie auch immer heisse... Klar, Mark, logisch, liegt nahe. Sehr komisch wenn man erst um sechs im Bett war. Da danach Leute aus dem Zimmer ausziehen, die Putzfrau putzen und neue Leute einziehen mussten, war das mit dem bis Nachmittags schlafen auch ein schöner Traum.

Von daher haben wir den halben Tag recht unerfolgreich versucht meine Liste abzuarbeiten. Leider gestalten sich hier manche Sachen komplexer als nötig, daher habe ich immer noch kein Handy und konnte auch noch keinen Flug für die Weiterreise buchen. Ist ja total einleuchtend, dass Flugpreise für Argentiner niedriger sind als für Ausländer und die für letztere erst angefragt werden müssen... Naja, andere Länder andere Sitten. Also haben wir uns weitere Ecken von BA angeschaut, ich kann nur immer wieder sagen, einfach eine grossartige Stadt. Nicht ganz so schön wie Rio muss ich zugeben, dafür hat man nicht an jeder Ecke das Bedürfnis sich dreimal umzugucken wer hinter einem läuft. Der Charm der Stadt besteht irgendwie darin, dass sie zwar exotisch ist, aber gleichzeitig auch aussieht wie Barcelona, New York, Paris und Hamburg, abhängig davon in welchem Teil man sich grade befindet.

Olliver meinte mal wieder wir sollten ihn anrufen - lol- diesmal ist er sogar beim ersten Versuch rangegangen, dass sei an dieser Stelle absolut lobend erwähnt ;o Und wenig später fanden wir uns in einem der teuersten Hotels der Stadt wieder, auf einem McKinsey Recruiting Event. Ich buche das mal unter Spanischstunde, denn selbst die Witze hat man genau so schon mal gehört. Was für eine Trip, kann er noch irgendwie diverser werden... Ich muss hier mal ein paar Fotos von dem Hotel posten, damit ihr nachvollziehen könnt wie ich mir vorkam als ich da reinlief. Übrigens nein, in meinem Backpack befindet sich kein Anzug, das hat nicht unbedingt dazu beigetragen, dass ich mich passender gefühlt habe. Aber was tut man nicht alles für Gratisgetränke und eine Ausflug in die Welt der Reichen und Schönen. Krass übrigens, als wir aus dem Hotel rauskamen, stand da plötlich Presse und Blitzlichtgewitter. Sehr irretierend, auf der Seite zu stehen die angeblizt wird. Aber nein, galt nicht mir, da war so ein Modelmacher mit seinen Mädels im Hotel eingecheckt. Grosses Tennis.

Oliver kam so schnell wie er wieder gehen musste, er hat uns aber noch mit einer Adresse ausgestattet von einem Pub zu dem wir unbedingt hin müssen. Die BA-Schnitzeljadt ging also weiter. Super Laden, sehr urig, viel Studenten, gute Preise. Die Downside: Wir standen eine geschlagene Stunde an um reinzukommen. So ein Spass. Aber Argentiner stehen halt total auf Schlange stehen (das machen sie sogar an der Bushaltestelle) und man muss ja die richtigen Erfahrungen mitmachen.
Einen 2 Liter Pitcher Bier später (Gott sei´s gedankt, dass das Bier hier nicht so stark ist wie zu Hause) bin ich nun wieder im Hostel und blogge wie verrückt. Es passiert einfach echt zu viel auf einmal, ich kann kaum noch mittippen. Habe die Hoffung, dass es nächte Woche mit Spansichunterricht und Bewerbungen mal wieder langsamer wird. Als ich losgeflogen bin, kamen mir drei Monate so unendlich lange vor, aber ich muss sagen, dass ist absolut nicht so. Ich habe das Gefühl immer in Eile zu sein und von einem Ort zum nächten zu hetzen. Habe gestern jemanden kennengelernt der schon seit einem Jahr durch Südamerika tourt und grade um ein halbes Jahr verlängert hat, weil er meinte, dass er einfach noch nicht fertig sei. Nicht das ich das Bedürfnis hätte die nächten 17 Monate aus dem Rucksack zu leben, aber zum Teil gebe ich ihm Recht. Je mehr ich hier mache, desto mehr sehe ich, wofür ich alles keine Zeit habe. Man trifft immer wieder Leute, die einem von anderen Ländern und Ecken erzählen, die für sie das beste der ganzen Reise waren und die ich selbst überhaupt nicht eingeplant habe. Drei Monate sind wirklich nicht viel für einen ganzen Kontinent und ich muss auf jeden Fall später nochmal herkommen, da geht kein Weg dran vorbei. Es gibt noch sooooo viel zu sehen und zu entdecken.

Buenos Aires II: Und wieder so viel neues

Ai, hab ich schon mal erwähnt, dass alles viel zu schnell geht...
Also, Gedanken ordnen, wo fange ich an. Anknüpfungspunkt: Ich bin in Buenos Aires. Ok, läuft. Gestern hat Oliver, Ingo Freund aus BA, uns zu einem Ausflug ins Tigre eigeladen, ein Delta rund um Buenos Aires. Stichwort: Packt warme Sachen ein. Um neun sollten wir ihn anrufen ob´s wirklich los geht, x versuche und ein wakeup call später hiess es, seit in 40min am Zug. Wir haben uns also in windeseile fertig gemacht und sind in den Zug gestiegen. 90 centavos (=20cent) und eine Stunde später sind wir dann im Tigre angekommen - einem Kleinstadtgebiet vor BA. Es ist aber wirklich süper schön und weil das Wasser grade extrem hoch war (siehe Fotos der Häuser, die grade einen neuen Swimmingpool im Vorgarten haben) war die Fahrt mit dem kleinen Motorboot auch extrem cool. Dummerweise war gestern einer der kältesten Tage in BA, Niedrigtemperatur 5 Grad Celcius. Da wird der Fahrtwind dann auch schon mal eisig. Dennoch, tolles Panorama und ich durfte ne Weile das Böotchen steuern. O Captain, mein Captein sag ich da... Hat super viel Spass gemacht. Anschliessend hat uns Olliver noch die Wohnanlagen im Tigre gezeigt, Sicherheitsmassnahmen wie bei der Schweizer Bank. Ohne Entry Code und x-mal Ausweis zeigen durfte er seine eigene Tante nicht besuchen. Aber wirklich nette Grundstücke haben wir da gesehen, derzeitig noch erschwinglich, aber in den nächten Jahren gehen die Preise rasant hoch. Wer also Geld anlegen will, gebt mir Bescheid.

Danach ging´s zurück nach BA, und abend hat uns Oliver mit auf eine Studiparty der UCA geschmuggelt. Welcome for Foreign Exchange Students, ich sag nur VISUM Parties in Mannheim. Extrem lustig und extrem random wie der Abend weiter ging.
Aber vorher ein kleiner Exkurs:
Wir haben wir kein Handy, dass man zu einigermassen normalen Tarifen benutzen kann. Daher heisst es immer Telefonzelle suchen. Leider hat auch Oliver wie auch vorher schon Vitor die angewohnheit nichts fest auszumachen, sondern immer zu sagen "ruf mich an...". Lustig wenn man dann halt erst beim zehnten Versuch ans Handy geht... Von daher haben wir gestern vor der Party zusätzlich extrem viel frische Luft geschnappt ;-)
Als wir endlich auf der UCA Party ankamen, begann der extrem witzige total random abend. Die Kurzfassung: Oliver hat uns Chritina und Esther und Jan vorgestellt, Christina ist aus Deutschland und macht hier ihr Auslandssemester, Esther ist aus Spanien und Jan ist wie Oliver halb Argentiner, halb Deutscher. Danach musste Oliver dringend gehen, weil er heute Uni hatte, also haben und die drei mitgenommen in einen anderen Club. Sehr stylisch, Museum heisst der und ist eine alte Fabrik, die extrem cool umgestaltet wurde. Als die uns dort um drei Uhr vor die Tür gesetzt haben, hatten Christina und Esther eine weitere Truppe kennengelernt, die uns dann mit zu einer Privatparty von einem gewissen Douglas genommen haben. Lustigerweise ward Douglas den halben Abend nicht gesehen, aber seine Küche steht der von Marcel in nichts nach... LOL... Für Stunden haben wir das "You don´t know Douglas" Spiel gespielt, 15 völlig Fremde in einer Küche von jemandem, von dem eigentlich keiner weiss wer es eigentlich ist. Zitat "Bist du Douglas?" ;o Ja, das ist die Kurzfassung des gestrigen Abends. Witzig war auch, als mich jemand fragte wen ich denn hier kenne und wie ich hergekommen bin.....Mit dem Flugzeug ist da doch wirklich die einfachere Antwort. LOL

Als wir gegen halb sechs wieder im Hostel waren liess sich jedoch leicht resümieren, das war ein wirklich toller Tag in Buenos Aires. Langweilig wird´s jedenfalls nicht. Und Christina hat mir gleich mal eine gute Spansichlehrerin vermittelt, ab Montag habe ich Privatstunden. Wird auch Zeit, mein passiver Wordschatz ist enorm gewachsen, aber meine Sprachkenntnisse sind immer noch bestenfalls rudimentär. Ich finde ja ich spreche grossartig, dummerweise versteht mich nur niemand ;o

Dienstag, 2. September 2008

Buenos Aires

Weitere 18h Busfahrt und man gelangt von Iguzú nach Buenos Aires - irgendwie habe ich scheinbar einen Hang zu Busfahrten, die genau 18h dauern. Eigentlich hätte der Bus cama sein sollen, das haben wir bezahlt, aber aus irgendeinem Grund (den wir nicht verstanden haben) wurde der Bus getauscht und wir fuhren semi cama. Das ist zwar immer noch besser als alles was wir in Brasilien hatten, aber eben nicht das worauf ich mich gefreut hatte. Fies, ich habe mir mit meinem schmerzenden Füsslein selber verdammt leid getan in dieser Nacht...

Aber Buenos Aires ist toll, toll, TOLL. Gefällt mir wahnsinnig gut, auch wenn ich nicht mehr ganz so gut zu Fuss bin wie vorher. Haben am Sonntag eine City Tour mit dem Bus gemacht - eigentlich mein persönlicher Alptraum. Aber sowas ist eben für alte Leute und Invaliden. Zumindest haben wir schon mal einiges gesehen - und manchmal durften wir sogar aussteigen und Bilder machen, jaaaa. Montag und heute haben wir dann die Stadt auf eigene Faust erkundet. Ich komme, mit Tapeverband und den festgeschnürten Wanderschuhen schon wieder ganz gut vorwärts, brauche halt nur mehr Pausen als sonst. Aber von dem doofen Fuss lasse ich mir BA bestimmt nicht vermiesen!!!! Es folgen ein paar visuelle Eindrücke aus dem Microcenter, la Boca, Caminito und Porto Madero. Einfach eine coole Stadt, hier könnte ich´s durchaus länger aushalten. Geplant sind noch eine Trip ins Tigre, ein Schnellbootfahrt nach Colonia und Montevideo in Uruguay, die ein oder andere Party (sind auf ner Studiparty eingeladen) und für mich noch das Spiel Argentinien vs. Paraguay, die, man glaubt es kaum, derzeitig die besten in der Qualifikation für die WM hier sind....Sachen gibt´s.


Eine besondere Sensation soll hier aber auch noch gebührend Erwähnung finden: Ich habe die lezten BEIDEN Abende Steak verpuzt!!!!!!! Am ersten Abend waren wir mit ein paar Leuten aus dem Hostel in einem Restaurant, dass der absolute Geheimtipp ist und ich dachte mir, probieren muss man ja mal, dann esse ich halt nur die Beilagen falls es nicht schmeckt. Hah, die Beilagen habe ich schön liegen lassen, aber mein riesen Steak restlos verputzt! Und weil´s so lecker war, gab es dann gestern gleich nochmal das Gleiche :-)

Argentinien: Puerto Iguzú

Hier an dieser Stelle enden offiziell die Abenteuer in Brasilien. Mit dem Lokalbus zu 3 Reais haben wir unsere Reise nun nach Argentinien verlagert. Aber diesmal bin ich nicht illegal!!! Lustige Nummer, der Busfahrer meinte er wartet drei Minuten an beiden Grenzen, also brasilianische: rausspringen, rennen, stempel, rennen, wieder reinhüpfen. Weiter fahren und dann argentinische Grenze: rausspringen, rennen, stempel, rennen, wieder reinhüpfen. War nämlich dank unserem Abenteuer in Paraguay der letzte Bus des Tages ;-) Aber nun sind wir legale Gäste des wunderschönen Argentiniens.


Einen Tag haben wir in Puerto Iguazú verbracht, atemberaubend schon ist der Park hier. Ich habe 112 MB Fotos und nochmal ebensoviel Videomaterial, dass ich grade versuche bei rapidshare hochzuladen. Wenn´s klappt, poste ich den Link noch naträglich hier. Aber einfach mal ein kleiner Vorgeschmack:
Der Park in Argentinien ist nochmal deutlich grösser als der in Brasilien, wir sind mit allen Trails mit Sicherheit 12km dadurch gelaufen. Einer der Trails führt wirklich tief in den Dschungel und zum Schluss klettert man nochmal 400 Meter in eine Schlucht und landet an einer wunderschönen Bucht, echt super, aber einen Weg kann man das nicht wirklich nennen, eher über Stock, Stein und Fels Pfad. Da sonst auch kein Mensch in der Nähe war freut man sich richtig über die Warnung vor Schlangen, vor allem weil es alleine bis zum Parkeingang weit mehr als 4km durch unwegsames Gelände ist. Wir haben von Lukas gelernt, dass man bei den meisten dort heimischen Giftschlangen eh nur noch ne halbe Stunde hat, also besser nochmal die Aussicht geniessen, zurück passt´s eh nicht mehr... Naja, darf man nicht so viel drüber nachdenken und wir wurden auch mit einer wirklich malerischen Bucht belohnt.
Es war ein wirklich toller Tag, das Wetter hat mitgespielt und die Aussicht war einfach gigantisch. Den Trail in die tiefen des Nationalparks haben wir in Rekordzeit zurückgelegt. Da nachmittags unser Bus nach Buenos Aires ging, konnten wir uns nicht die veranschlagten 2.5h für die (angeblich 6.4km, in Warheit wohl eher so 8km) nehmen, also sind wir in Bundeswehrmanier marschiert. Auch nett, sich mal ein bisschen auszupowern vor so ner langen Busfahrt. Dummerweise habe ich auf den letzten 1,5km nicht mehr richtig aufgepasst und mir richtig mies den Fuss vertreten. Echt bös, hat mich voll hingehauen, weil ich das Loch im Boden in meinem Übermut nicht rechtzeitig gesehen habe. Dumm wenn man Wanderschuhe hat, die aber im Hostel stehen.... Ja, man kann es sich denken, diese letzten 1,5km zu humpeln waren wirklich nicht so der riesen Spass. Ein hoch auf das Adrenalin, dass den Schmerz verdeckt. Und wir hatten es ja immer noch eilig, denn wir mussten den Bus in die Stadt erwischen um nicht unseren Bus noch Buenos Aires zu verpassen. Kurzum, ich hab das Erlebnis lieber verdrängt.
Als wir wieder im Zentrum waren bin ich in die Apotheke und haben mir alles nötige für einen ordentlichen Salbenverband zugelegt während Ingo ins Hostel zurück ist und mein UND sein Gepäck zum Terminal zurückgeschleppt hat - Danke nochmal an dieser Stelle. Manchmal sind 18h busfahren gar nicht mal schlecht, zumindest wenn man einen Fuss ruhig zu stellen hat ;-) Zum Arzt gehen kommt hier nicht in Frage, die sind mir ein bisschen zu schnell was das schneiden angeht (vor allem in Brasilien sieht man überall Leute mit amputierten Gliedmassen). Naja, Dank meiner langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Bänderdehnungen und Risse kann ich mich ganz gut selbst versorgen. Nur mit dem Trekken ist die nächsten Tage erstmal Schluss, sehr schade. Also auf nach Buenos Aires. Ich komme, wenn auch gehumpelt.