Samstag, 9. August 2008

Brasilia live!

Oi e Opa, meine neuen Lieblingswoerter :)

Seit zwei Tagen sind wir nun - dank couchsurfing- bei den Ivanoffs, einer super lieben brasilianischen Familie mit mit bulgarischen Wurzeln. Wir wurden hier total herzlich aufgenommen und wir werden ganz doll bemuttert. Zwei Minuten nach unserer Ankunft waren wir schon samt der weiteren Verwandtschaft in einer unglaublich lauten, wuseligen, typisch brasilianischen Pizzaria eingeladen - Reizueberflutung beschreibt es am Besten :-) Die Ivanoffs leben in einer 'Kleinstadt' in einem Vorort von Sao Paulo, mit 700.000 Menschen klein im Verhaeltnis zu den 10 Mio in Sao Paulo selbst. Und alle diese Vororte zusammen haben nochmal 10 Mio Bewohner. Ja, wie war das doch gleich in Deutschland....

Abends ging's dann mit einer noch groesseren Anzahl an jungen Brasilianern, na ratet...richtig: Cachaça trinken bis fuenf Uhr morgens :))) Besser gesagt, die Brasilianern tranken Bier und die Deutschen den Cachaça. lol Dafuer geht's erstaunlich gut, nur ein klein bisschen unfit heute :) Wenn ich das richtig verstanden habe, geht's gleich mal wieder was trinken, so langsam komm ich nicht mehr mit. Das artet schon wirklich in Arbeit aus. Aber Vitor gibt sich unglaublich viel Muehe uns zu bespassen und es ist wirklich super lustig.

Heute waren wir dann mit der Familie bei einem Rodizio, Fleisch ueber Fleisch ueber Fleisch, alle 3,5sek kommt ein Kellner mit nem anderen Spiess.... Zumm zumm zumm, aus allen Richtungen. UND, die Sensation: Ich habe chicken heart probiert!!!!! Und mich wesentlich weniger angestellt als Ingo ;o Das Video davon regt dennoch zu heftigem Gelaechter an. Wird auf Anfrage gerne zugeschickt, zusammen mit dem Foto von Ingos Gesichtsausdruck. lol

Und zu guter letzt noch eine Kuriositaet: Nicht nur das Brasilianer ihr Auto auch fuer 100m Strecken benutzen und wenn noetig laenger auf den Parkservice warten als die ganze Strecke zu Fuss gedauert haette, nein, sie geben dem Begriff Service eine ganz neue Dimension. In der Pizzaria wird der Kellner vom anderen Ende des Raums herbeigewunken, um die Pizza, die nebendran auf dem Tisch steht, auf den Teller zu legen, im Laden gibt es mehr Verkaeufer als Kunden, und mein Lieblingsjob: Bei der Einfahrt ins Parkhaus drueckt man nicht etwa selbst auf das Knoepfchen um das Parkticket zu ziehen - nein - da steht jemand und macht das fuer einen :))))
Morgen geht's dann nachmittags mit dem Bus ins 6h entfernte Rio de Janeiro. Hoffentlich ist's da endlich WARM, denn die 16 Grad und Dauerregen sind jetzt auch mal genug. Dort couchsurfen wir dann bei Paolo, einem den Anschein nach total verrueckten Typen, der an der Copa Cabana wohnt. Und wie koennte es auch anders sein: Der will mit uns was trinken gehen ;o Naehres dazu dann demnaechst wenn wir uns wieder sehen bei 'Melanie goes South America'. Tchau Sao Paulo!

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