Samstag, 20. September 2008

Bariloche und der Trip der niemals enden wollte...

Man war das eine Fahrt: Morgens um 4Uhr (genau 26h nach meiner Ankunft) ging der Bus von El Calafate nach Bariloche. Aber es wäre ja auch zu schön wenn man den direkten Weg hätte nehmen können. Dummerweise ist die Verbindung zwischen El Calafate (in der Karte nicht eingezeichnet aber direkt unten rechts in der Ecke unweit der chilenischen Grenze) und Bariloche im Winter gesperrt. Also in den tollen Bus zurück zu meinem alten Bekannten, dem Transitpunkt in Rio Gallegos, dann warten umsteigen in einen anderen Bus und 12h am Atlantik entlang hoch nach Commodoro Rivadaria. Da konnte ich zum Glück mein Ticket gegen einen frühreren Bus umtauschen und so ging's dann schnell weiter nach Bariloche, nochmal 13h. Die Busse hier im Süden sind aus unerklärlichen Gründen auch noch wesentlich schlechter als ihre nordischen Nachbarn, und so gab's bei den 12h tagsüber nicht mal irgendwas zu essen in der Semi Cama (und das Ding so zu nennen ist eigentlich auch ein Scherz). Was mich allerdings grade bei der Fahrt tagsüber erst verzückt und dann verrückt gemacht hat, war die Landschaft. Wunderschön, aber da ist NICHTS. Wirklich NICHTS. Ich habe hier ein Beweisfoto, so sah das die GESAMTE Zeit aus. Irgendwann bekommt man fast Panikattaken weil weit und breit einfach nichts ist, die Strassen sind ruckelig, man viel raus in die Zivilisation aber man kann den Bus ja nicht verlassen weil da einfach NICHTS ist. Also, ich muss sagen irgendwann zwischendrin hat mich das schon irgendwie gestresst. Das muss wohl irgendeine neue Form der Reisekrankheit sein... Wie man übrigens auf der obigen Karte sehen kann ist es mir tatsächlich gelungen in der kurzen Zeit durch den gesamten südlichen Zipfel zu reisen...würde ich's weiterempfehlen? Ich glaube nicht. Schon echt verdammt viel Zeit in Bussen und durch die ganzen Nächte die zusammengestuzt bzw. direkt im Bus verbracht wurden hat mein Immunsystem gelitten und nun hab ich den Salat: Dicke Erkältung!

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