Schon wieder das selbe Dilemma. Wie soll ich was schreiben, was man eigentlich einfach gesehen haben muss? Die Fotos werden dem
ganzen auch nicht gerecht, aber zumindest kann ich einen kleinen Eindruck vermitteln. Von daher: Es gibt wieder viele Bilder :) PS: Wer freut sich eigentlich schon auf die x-hundert Gigabite Diashow im November ;o LOL.
Meine erste Observation aus der südlichsten Stadt der Welt (nach der nur noch die Antarktis folgt): Es ist noch Winter und trotzdem war's nicht annähernd so kalt wie alle behauptet haben. Es waren tagüber meistens 8-10 Grad, nachts 3Grad. Also, als Deutscher ist man's ja gewöhnt ;-) Das nette war im Vergleich zu den Tagen in Buenos Aires die so verdammt saukalt waren (5Grad), dass es hier trocken ist und kaum Luftfeuchtigkeit hat. Also, in summary, wirklich toll und sehr gut auszuhalten.
Im Parque National habe ich eine neue Erfahrung gemacht. Man
kennt es ja, man geht in einen Nationalpark, lange Schlangen am Eingang, viele Menschen. Nun ja, lasst es mich so sagen: Kein Eingang, keine Schlage, keine Menschen! Ich bin 4h durch verschiedene Trails gehiked und bin in der gesamten Zeit drei anderen Menschen begegnet. Das war schon krass. Ich hab's aber nach Buenos Aires enorm genossen einfach mal absolute Ruhe in wunderschöner Landschaft zu erleben. Dennoch kam ich nicht umhin mich zu fragen was wäre wenn ich mir auf den teils herausfordernden Wegen nun ein Bein bräche. Denn es ist ja nicht so als hätte mein tolles neues argentinisches Handy dort auch nur den Anschein von Emfang gehabt... Naja, alles gut gegangen und eine wunderschöne erste Tageshälfte.
Canal Beagle:
Da Zeit in meinem "Patagonien in 10 Tagen"-Trip wirklich knapp bemessen ist, habe ich die
zweite Hälfte des Tages für einen Ausflug mit einem kleinen Boot genutzt. Ok, und der Fahrtwind, das war schon brrrr kalt. Aber es gab reichlich warme Getränke und die Landschaft hat's tausendmal entschädigt. Wir waren in einer kleinen Gruppe (nur 8 Leute) und die 3h waren extrem witzig. Ausserdem habe ich millionen von Cormorans gesehen und ganz viele Seelöwen (und Seelöwenbabies: Wie niiiiiiieeeeeedlich ;-) Also, alles im allen bereits an dieser Stelle ein toller Tag. Und dann bin ich zurück ins Hostel (was eigentlich mehr eine Gastfamilie ist in dem sonst nur Argentinier wohnen, die als Touristenguides in Ushuaia arbeiten) und wurde zu einem riesigen Assado (Barbeque) eingeladen. Tolle Stimmung, auch wenn mir das Lomo im Restaurant in BA besser geschmeckt hat. Ich habe auch fleissig den ganzen Abend Spansich gesprochen, zum Glück waren auch ein paar Leute dabei die mir von Zeit zur Zeit mal beim Dolmetschen helfen konnten. Aber ich habe mich auf jeden Fall gut geschlagen, die 10h Einzelunterricht in BA waren echt eine Investition. Wenn ich jetzt noch etwas fleissiger Verben pauken würde....LOL
So, dass war's aus Ushuaia. Um 5Uhr morgens geht der Bus nach Rio Gallegos und dort wird umgestiegen in den Bus nach El Calafate, zu einem riesigen Gletscher. Bin gespannt, auf ein neues, 18 stündige Busfahrten sind schon fast Routine :)
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